The Angels Have Gone (2014)

Abkürzung, Brunftschrei oder bloss Stottern, wie der Ausruf des Seeräubermaats, immer wenn Asterix und der andere Verrückte sich nähern? "Bo", sagt man in Italien zu "keine Ahnung!" Immerhin, mit der Musik machen sie es uns leicht, die drei Berner. Darf ich ein neues Kapitel öffnen? Sparte: Jazz, Abteilung: Siamesisch.
Jazz, weil diese Musik allein wegen der Ton und sonstigen -Lage natürlich diesem zuzuordnen ist und weil solch höchstspannendendes Gerumpel dann eben doch nur im Jazz passiert, totsagen hin oder her. Siamesisch, weil Marco Müller, Rico Baumann und Benedikt Reising klingen wie Einer und zwar nicht, weil sie sich pünktlich auf der verabredeten Eins treffen, sondern weil sie auf ihrem neuen Album "the angels have gone" derart vorausahnend und mitfühlend spielen, dass man nicht an Gerüste, Rhythmik, Kompositionen denkt, sondern an...Weisen aus den Kindertagen der Urahnen von Anderen...Quatsch...an drei Bäume, die unendlich schnell nebeneinander wachsen..Doppelquatsch...an Musik, like it was supposed to be. Achso - Stücke geschrieben hat jeder ein paar, aber mit aus der Zeitung ausgerissenen Erpresserbuchstaben, wegen der Handschrift. Damit der Komissar sagt, "Bo...weiss nicht wer's war, vielleicht Der WaWaWa?"

Lord Huhn (2012)

Die Zeit geht weg wie warme Semmeln. Und so ist es, 2 Jahre nach dem Debutalbum „Der Wawawa“, oberste Eisenbahn, dass sich Der Wawawa mit „Lord Huhn“ zum Ritter schlägt. Doch Säbelrasseln und Drachentöten ist nicht des Trios Ding. Der Wawawa liebt es entschlackt, was keineswegs bedeutet, dass er nur mit leisen Pfoten über den warm wippenden Waldboden schleicht. Der Boden ist ihm lieb und teuer, die prätentionslosen Kompositionen aus der geteerten Feder des Bassisten Marco Müller werfen die Anker tief ins Erdreich. Freilich immer darauf bedacht, keine Regenwürmer zu töten. Denn ob das Trio mit mächtig rollendem Groove zum Strand fährt oder ob es mit einem Sack voll Forellen zum Angeln tänzelt, eine Prise wippender Lässigkeit ist immer dabei. Der Wawawa gehört zu der Sorte Mensch, die noch am Tresen Salamandersaft schlürft, wenn die Durchschnittskuh bereits wiederkäut. Ist er nun ein Ritter, ein Surfer von der Ostküste oder ein Tier, Der Wawawa? Der Wawawa sind Benedikt Reising (Saxophon), Marco Müller (Bass) und Rico Baumann (Schlagzeug), und wenn die drei mit ihren Freunden Hensensn und Alfons III das Lokal betreten, schwingen die Flügeltüren als hätte sie Schreinermeister Stitt persönlich arrangiert.

Der Wawawa (2009)

Sein Debut hatte der Wawawa in einer hochfrequentierten Berner Altstadtwohnung, als er an der Geburtstagsfeier der Isländischen Tänzerin Hildur Ottarsdottir zum Tanz aufspielte. Im darauffolgenden Jahr ging das Trio als Vorgruppe der Berliner Popband Tele auf Tour. Die Liste der Bühnen ist lang und bunt: Jazzclubs, Waldlichtungen, Fabrikhallen, Wohnzimmer. Würden weidende Kühe Mp3-Player verwenden, wäre Der Wawawa wohl ganz oben auf ihrer Playlist, akustisch und holzig bringen Benedikt Reising (Saxophon), Marco Müller (Bass) und Rico Baumann (Schlagzeug) den Groove eines warmen Heubodens in die Welt. Rollend und knisternd liefern sie den Soundtrack zur Strassenbahnfahrt durch die winterliche Grossstadt. Transparent und luftig vertonen sie die Fahrt in ihrem Volvo Cabrio, mit dem sie auf Tour sind. Der Wawawa ist nicht einfach eine Band sondern vielmehr eine Kugel mit drei Beinen, die durch die Welt tanzt.